Es gibt verschiedene Wollarten. Besonders Cashmere ist sehr beliebt. Aus dieser Wolle wird auch der Cashmere Schal hergestellt. Da diese Wolle so beliebt ist, muss natürlich auch jede Menge Nachschub vorhanden sein. Doch Kaschmirziegen gibt es sehr viele. Und zwar weltweit. Das heißt nicht nur in der Region Kaschmir gibt es diese Ziegenart, die zu der Art der Wollziegen gehört. Zuchtfarmen der Kaschmirziege gibt es auch in Australien und auch in Neuseeland sowie in Schottland. Hier hat sich die regionale Industrie auf die Fertigung von edlen Kleidungsstücken spezialisiert. Zu den Ländern, die dieses Naturmaterial liefern können, zählen auch China, aber auch der Iran und auch noch andere Länder. Darunter auch Schottland.
Dabei zählt Cashmere zu den Edelwollen. Und das nicht nur wegen der besonderen Weichheit der Wolle und der besonders guten Griffigkeit, sondern auch wegen der Eigenschaft, dass die daraus hergestellten Kleidungsstücke hervorragende Wärmerückhalteeigenschaften hat. Darüber hinaus haben die aus dieser Wolle hergestellten Schals und Mützen, Pullover und anderen Bekleidungsstücke ein sehr geringes Eigengewicht.
Besondere Vorschriften in Deutschland
In Deutschland gibt es allerdings im Bezug auf Produkte aus Cashmere besondere Vorschriften: Ein aus Cashmere hergestelltes Produkt muss mindestens einen Anteil von 85 Prozent Fasern aus dieser Wollart haben. Handelt es sich um Bekleidungsstücke aus Cashmere, auf dem steht Cashmere-Anteil, so muss der Anteil der Fasern aus dieser Wolle mindestens 14,5 Prozent betragen. Das heißt letztlich erhalten nur Waren von höchster Güte und aus reiner Cashmere Wolle die Bezeichnung 100 Prozent Cashmere.
Interessant ist im Übrigen zu wissen, dass die Kaschmirziegen in den Industriestaaten geschoren werden. In den weniger entwickelten Ländern wird die Unterwolle ausgerupft oder ausgekämmt. Die Ausbeute je Tier ist in etwa gleich und beträgt jährlich ca. 150 bis 200 Gramm je Tier.